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Gesetzliche Grundlagen

Innenraumluft - Normen und Grenzwerte

Verbraucherschutz

Im Gegensatz zur Außenluft unterliegt die Innenraumluft seitens des Gesetzgebers keinem generellen Schutz durch die Festlegung von Grenzwerten. Eine Ausnahme stellt hier lediglich das Perchlorethylen (PER) dar, für das ein 7-Tage-Mittelwert von 100 µg/m³ festgelegt worden ist (Bundesimmissionsschutzverordnung: 2. BImSchV, §15) . Die Bewertung der Innenraumluft erfolgt deshalb in der Praxis unter Zuhilfenahme von Richtwerten, wie sie beispielsweise von der Innenraumluftkommission (IRK) des Umweltbundesamtes herausgegeben wurden. Weiterhin liegen Erfahrungswerte aus Reihenuntersuchungen vor, die einen Hinweis auf eine erhöhte Schadstoffbelastung für die Bewohner geben. Generell müssen Gebäude so errichtet werden, dass sie die Gesundheit der darin befindlichen Personen nicht gefährden (§3 Musterbauordnung).

Schadstoffe in Baumaterialien

Bauprodukte unterliegen nicht einer Volldeklarationspflicht, wie sie für andere Gebrauchs- und Genussmittel des alltäglichen Gebrauchs wie beispielsweise Lebensmittel oder Kosmetika besteht. Daher können Bauprodukte zum Einsatz kommen, die in nicht unerheblichem Maße chemische Komponenten enthalten, die zu deutlichen Schadstoffeinträgen in die Innenraumluft führen können. Formaldehyd, Lösungsmittel, Weichmacher und Flammschutzmittel sind nur einige Beispiele für Schadstoffe, die ein Innenraumproblem darstellen können. Für Formaldehyd gilt: Bei Holzwerkstoffen oder Möbeln, die solche Materialien enthalten, darf die durch sie verursachte Ausgleichskonzentration an Formaldehyd in der Luft eines Prüfraums 0,1 ppm nicht überschreiten .

Altlasten wie Holzschutzmittel, PCB oder PAK im Altbau

Altlasten wie Holzschutzmittel, PCB oder PAK stellen in vielen Altbauten immer noch ein erhebliches Problem dar. Auch wenn die Anwendung schon Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt, kann es noch zu gesundheitsgefährdenden Emissionen kommen. Eine Begehung und eventuelle Schadstoffuntersuchung vor einer Altbausanierung ist deshalb immer anzuraten. Weitere Gefahrstoffe sind die künstlichen Mineralfasern und das Asbest, deren Fasern insbesondere bei den Bauarbeiten freigesetzt werden können, und die ein nicht unerhebliches krebserregendes Potential darstellen.

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